HACKS

Andreas Reeg https://www.andreasreeg.com

HACKS

Warum?

Es gibt heute viele inspirierende Beispiele, wie Schule und Lernen neu erfunden werden, doch muss jede Schule ihren eigenen Weg finden, der zu ihr passt.

Große Veränderungsideen stoßen häufig auf viel Widerstand und Abhängigkeiten – die Aufgabe wirkt schier zu komplex, zu bedrohlich, zu riskant.

Deshalb schlagen wir vor, mit Hacks zu beginnen, kleinen Experimenten in einem begrenzten Maßstab (z.B. eine Klasse) und Zeitraum (z.B. wenige Tage oder Wochen), um dort auszuprobieren, wie Schule und Lernen auch anders geht. Allerdings so, dass wir währenddessen verstehen und einem größeren Kreis kommunizieren, was funktionieren kann. 

Wie? Die Hack-Mentalität​

FOKUS AUF
ACTION

Nicht lange diskutieren, einfach mal machen

AUS FEHLERN LERNEN

Fehler in Kauf nehmen, als Chance zur Verbesserung

GROSS DENKEN, KLEIN ANFANGEN

Im ersten Schritt: Teilnehmergruppe und Zeitspanne klein halten

Der Grundgedanke - einfach mal im
Kleinen machen (hacken) - ist sehr gut

OSR*in

FALLSTUDIE

Feedbackkultur am Burggymnasium in Friedberg

Ein Team von 4 engagierten Lehrkräften hat sich zum Ziel gesetzt, die Feedback-Kultur in ihrem Oberstufengymnasium nachhaltig zu stärken: Schüler, die aus sehr verschiedenen Zubringerschulen kommend in die Oberstufe starteten, nahmen das neue Umfeld sehr unterschiedlich wahr. Die Möglichkeit zum Feedback würde ihnen helfen, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu reflektieren, aktiv den Unterricht mitzugestalten. Lehrkräfte könnten den sehr heterogenen Lerngruppen so besser gerecht werden.

In der Resonanzphase stellte das Team fest: viele Kolleg*innen waren zwar offen für das Anliegen, sorgten sich jedoch, wie dabei ihr eigener, sehr individueller Feedbackbedarf ohne zu viel Arbeit gedeckt werden könnte. Die sich anschließende Brainstorming-Phase deckte so viele Möglichkeiten und Werkzeuge auf! Bei all der Vielfalt lag es auf der Hand: “kombinieren wir sie in einem modularen System!” Lehrkräfte können individuell für den eigenen Unterricht passende Module auswählen, zu denen sie sich auch Feedback wünschten und die Antworten vertraulich auswerten. 

Gesagt, getan: Das Tool und ein großer Pool an Fragen zur Auswahl wurden zügig erstellt. 12 Lehrkräfte starteten mit großem Erfolg: Schüler*innen sind dankbar, gefragt zu werden und über die Gelegenheit, ihr Lernen mitzugestalten. Und noch besser: Die Kolleg*innen erhalten viele positive Rückmeldungen und damit die Bestätigung, einen großartigen Job zu machen! Natürlich sprechen sie darüber und inspirieren andere, es auch auszuprobieren. Die Schulleitung ist offen und neugierig, selbst auch Feedback – nämlich des Kollegiums – einzuholen.

In der anstehenden Skalierungsphase wird das Tool jetzt noch stärker an die Bedürfnisse der Schule angepasst und in einer konsequenten Anwendung in einer Klasse wird die nachhaltige Wirkung auf die Lernerfahrung der Schüler*innen festgehalten. 

Hier geht’s zur Schule…